Termine:
28.07.2018
Sanitäts-u. Rettungsdienst
Campingplatz Schillig

29.07.2018
Wachdienst Kreisverband
Campingplatz Schillig

05.08.2018
Umzug Siedlerfest
CäCi

18.08.2018
Aufbau Jever Fun Lauf
Landkreis Friesland, Stadt Schortens


Nächster Bereitschaftsabend:
Mittwoch, 25. Juli 2018 um 20:00 Uhr




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Chronik der DRK Bereitschaft Schortens (1939 - 2009)

Das Jahr 1939 wird als Gründungsjahr der damaligen DRK Bereitschaft Heidmühle datiert. Von der damaligen DRK Kreisstelle in Jever wurden je eine Gruppe weiblicher und männlicher DRK Helfer in Schortens aufgestellt. Diese kleine Gruppe hatte es sich zur Aufgabe gemacht, verwundeten Mitbürgern zu versorgen und zu helfen.

Die Kriegswirren des 2.Weltkrieges und somit die Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen standen im Mittelpunkt der noch jungen DRK Mannschaft. Wenig Material und Ausrüstung standen den Hilfswilligen zur Verfügung. Oftmals musste improvisiert werden um den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Von 1939 bis 1945 wurde durch die Bereitschaft Heidmühle im Rathaus eine Sanitätswache vorgehalten.

Dieser Zustand der Improvisation hielt bis weit in die 70er Jahre an. Die DRK Bereitschaft Heidmühle wurde bis 1980, vereinsrechtlich als eingetragener Ortsverein geführt. Langjähriger DRK Ortsvereinsvorsitzender, war der vielen Bürgern bekannte, damalige stellv. GD Curt Czwalinna.

Als Unterkunft diente die Baracke am Klosterpark. Eine aus heutiger Sicht, unzumutbare Unterkunftssituation. Es standen ein kleiner Raum mit Ölofen und ein feuchter Keller zur Verfügung. Während der Wintermonate musste schon morgens vorgeheizt werden, damit abends die turnusmäßigen Bereitschaftsabende abhalten werden konnten. Eine Vereinsarbeit war praktisch nur unter größten Mühen aufrecht zu erhalten. Material konnte so gut wie nicht angeschafft werden und musste größtenteils von den Helfern zu Hause gelagert werden. Als einziges Einsatzfahrzeug stand ein VW-Bus zur Verfügung. Mit diesem Fahrzeug wurden auch die ersten Fahrten mit Senioren durchgeführt. Aus heutiger Sicht unverständlich, musste das Fahrzeug eigens für die Senioren in „orange“ lackiert werden und über ein abnehmbares Blaulicht verfügen. Man wollte nicht in einem „Krankenwagen“ von zu Hause aus abgeholt werden.

Nagelneu ist der VW Bus, der für den Leiter der DRK-Bereitschaft Heidmühle, Helmut Lübben (rechts) vom Vorsitzenden des DRK-KreisVerbandes Jeverland, Rainer Schimunek im jeverschen DRK-Zentrum den Schlüssel entgegennehmen konnte. Das Fahrzeug soll im Raum Schortens--Heidmühle neben der allgemeinen Fahrbereitschaft auch in der Sozial- und Altenbetreuung eingesetzt werden. Dies ist nach den Worten des Kreisvorsitzenden bereits die fünfte Austauschaktion abgängiger alter Fahrzeuge gegen neue, die seit 1979 vom Kreisverband durchgeführt worden ist. „Ziel dieser Umstellung auf Diesel-fahrzeuge", so Schimunek, „ist nicht alleine die Modernisierung des Fahrzeugparks, sondern vor allem die Senkung der hohen Reparaturkosten." Foto: Carstens



Da keine Garage für das Fahrzeug vorhanden war, wurde das Fahrzeug, dank Unterstützung der Gemeinde Schortens, auf dem Bauhof am Brauerweg untergestellt.

Im Jahre 1981 dann der „große Sprung“ nach vorn. Die DRK Bereitschaft Heidmühle, nunmehr seit einem Jahr, nicht mehr als Ortsverein geführt, sondern zusammen mit den Einheiten aus Jever und Sande als DRK Kreisverband Jeverland e.V. zusammengeschlossen, konnte in die neue Unterkunft an der Jeverschen Straße. 21 umziehen. Mit viel Eigenleistung der Helfer konnte für damalige Verhältnisse eine Unterkunft hergerichtet werden, die zumindest eine Basis-Rotkreuzarbeit ermöglichte.

Die Ausrüstung wurde komplettiert, die Helferzahlen stiegen stetig an, weil sich die damalige Leitung des Jugendrotkreuzes stark für die Arbeit innerhalb des DRK einsetzte und es vielen jugendlichen Helfern ermöglichen wollte, sich innerhalb der DRK Bereitschaft Aus und weiter zu bilden. 1987 wurde der DRK Bereitschaft Heidmühle der sog. „San-Zug T“ als teil des Katastrophenschutzes durch den Landkreis Friesland zugeteilt.

Als zweites Einsatzfahrzeug wurde 1990 für die Heidmühler Kräfte ein Krankentransportwagen angeschafft, welcher 4 liegende Verletzte gleichzeitig zu transportieren vermag. Dieses Fahrzeug konnte‚ aufgrund seiner medizinischen Ausrüstung jedoch nicht auf dem Bauhof untergestellt werden. Nach wie vor mangelte es an einer entsprechenden Garage und so wurde dieses Fahrzeug größtenteils beim Rettungsdienst Friesland in Sanderbusch untergestellt. Zeitweise auch in der alten Wache der Freiwilligen Feuerwehr Accum.



Während der Zeit in der alten Unterkunft an der Jeverschen Straße, wurde schwerpunktmäßig das Personal geschult und erhebliche Mittel in die Ausrüstung der Helfer und des „San-Zuges T“ gesteckt. Auch die Ausstattung der Fernmeldemittel wurde zu dieser Zeit unter dem Bereitschaftsführer Helmut Lübben voran getrieben und aufgebaut.
01.01.1990 - 01.01.1990 - 01.01.1990 -
Bilder aus der alten Unterkunft an der Jeverschen Straße.



So wurden 1983 alle Helfer mit Funkmeldeempfängern, sowie die beiden Einsatzfahrzeuge mit BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) Funkgeräten ausgestattet. Die Zeit der Kommunikation mit der Feuerwehr und Rettungsleitstelle Friesland war geboren.

1986 ´“trennte“ man sich in Heidmühle vom alten DRK-Grau und schaffte für alle Kräfte, den Anforderungen entsprechend, rote Einsatz und Schutzkleidung an. Ein weiterer großer Schritt in Richtung moderner Sanitätseinheit.

1987 konnte man mit Dr. med Hartmut Garten einen DRK Bereitschaftsarzt gewinnen, der sich bis heute mit großem Engagement für die Belange des Schortenser DRK einsetzt.



Die marode Bausubstanz der Unterkunft an der Jeverschen Straße, die räumliche Enge und nicht zuletzt die dringendst benötigten Garagen für die Einsatzfahrzeuge zwangen das DRK, sich nach einer großen Unterkunft umzuschauen, die den Anforderungen an die nunmehr 40 Mann starke DRK Einheit gerecht wurde. Mit Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Plaggestraße, konnte die DRK Bereitschaft, welche unter der Leitung von Bereitschaftsleiter Bernd Freese stand, im Jahre 1996 in das frei gewordene Feuerwehrgerätehaus in die Plaggestraße / Königsbergerstraße umziehen. Gleichzeitig erfolgte die Umbenennung in DRK Bereitschaft Heidmühle-Schortens

Hier finden sich nun ideale Voraussetzungen für die effiziente DRK Arbeit einer Sanitätsbereitschaft. Neben mehreren Räumen für Ausbildung, Fernmeldeanlagen, Lager, sowie Sanitär und Küchenbereich, finden sich nun auch endlich eine geräumige Fahrzeughalle mit insgesamt 8 Fahrzeugstellplätzen. Im Einsatzfall werden z.B. alle 5 Rolltore automatisch geöffnet, die gesamte Halle und der große Parkplatz für die eintreffenden Einsatzkräfte beleuchtet. Vor Eintreffen des ersten Helfers im Alarmfall sind also in der Unterkunft schon alle „Ampeln auf grün“ geschaltet um ein sofortiges Ausrücken zu ermöglichen. Nicht ohne Stolz können wir sagen, dass 5 Min. nach der Alarmierung bereits das erste Fahrzeug „Ausfahrt“ meldet. Alarmiert wird die DRK Bereitschaft Heidmühle-Schortens durch die Rettungsleitstelle Friesland in Jever. Nach Umzug in die Unterkunft Plaggestraße wurden alleine bis heute 22 Rettungs- und Alarmeinsätze durchgeführt.

Als erste Einheit im Landkreis Friesland setzte die DRK Bereitschaft Heidmühle-Schortens das sog. Funkmeldesystem ( FMS ) ein. Eine digitale Übermittlung des aktuellen Fahrzeugstatus an die Rettungsleitstelle. Viele Einheiten, wie z.B. Feuerwehr und Rettungsdienst folgten diesem Entschluss.

Im Jahre 2001 ergab sich ein weiterer Wechsel in der Führungsstruktur der Bereitschaft. Nach langjähriger Tätigkeit als Bereitschaftsleiter übergab Bernd Freese die Leitung der Einheit an Jens-Peter Lindner. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende Bereitschaftsleiter mit Helmut Lübben und Udo Kroner, zwei langjährig erfahrene DRK Kräfte zur Verfügung.



Die DRK Bereitschaft Heidmühle-Schortens gibt sich heute als die größte Hilfsorganisation in der Stadt Schortens für den Bereich des Sanitätsdienstes, als moderne, leistungsfähige und zukunftsorientierte DRK Einsatzeinheit. Etwa 35 Einsatzkräfte, stehen Tag und Nacht bereit, um Bürgern in Not zu helfen. Vorgehalten werden u.a. 2 Rettungstransportwagen ( RTW ), 1 Rüstwagen ( RW 2 ), 1 Mannschaftstransportwagen ( MTW ) sowie je 1 Material und Notstromanhänger ( NEA ). Von den 40 Einsatzkräften sind u.a. 7 als Rettungsassistenten und 12 als Rettungssanitäter ausgebildet. Neben Dr. Hartmut Garten ist mit Dr. Markus Ennen ein zweiter, erfahrener Notfallmediziner als Bereitschaftsarzt tätig.

Abgedeckt wird heute der gesamte Bereich der Rotkreuzarbeit wie z.B.: Rettungs- u. Sanitätsdienst, Blutspendedienste, Seniorenbetreuungen, Breitenausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe, Gestellung von Einsatzkräften und Fahrzeuge für der Einsatzzug des DRK Kreisverbandes, Die Bereitstellung einer Kleiderkammer und der Betrieb einer Sozialstation durch den DRK Kreisverband Jeverland e.V. wird im gleichen Gebäudekomplex betrieben.

In den vorgenannten Aufgabenbereichen, leisten alleine die Schortenser DRK Einsatzkräfte etwa 10500 Dienststunden / Jahr für das Wohl und die Sicherheit der Bürger und Gäste unserer Stadt.

In den folgenden Jahren wurde die DRK Bereitschaft nun von 4 Führungskräften geleitet. Nach Umzug in eine andere Gemeinde konnte Udo Kroner nicht mehr das Amt des stellv. Bereitschaftsleiters wahrnehmen und es mussten Neuwahlen erfolgen. Das erfahrene Team um Jens-Peter Lindner und Helmut Lübben wurde nun durch Florian Janßen und Fabian Hartig ergänzt. Es folgte eine weitere Steigerung der Anzahl von aktiven DRK Helfern. Zeitweise waren über 50 Einsatzkräfte in der Schortenser Einheit aktiv. Ebenfalls wurde ein Büro für die Leitungsarbeit errichtet und es konnte eine weitere Steigerung der Einsatzzahlen vermerkt werden. Erweitert wurde auch die so genannte Handy-Alarmierung für jede einzelne Einsatzkraft. Nach Alarmauslösung durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Friesland wird jeder Helfer zusätzlich zum Alarmmelder, auch über sein eigenes Handy alarmiert.

Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf den Bereich der Breitenausbildung gelegt. Helmut Lübben wurde nun mit dem Amt des Kreisausbildungsleiters beauftragt. Zusammen mit Jens-Peter Lindner war er maßgeblich daran beteiligt, das im Bereich der Stadt Schortens so genannte AED ( Automatisch Externer Defibrillator ) bei Firmen und öffentlichen Einrichtungen installiert wurden. Auch die entsprechenden Schulungen wurden durch die Ausbilder der Schortenser Bereitschaft durchgeführt.

Ebenfalls übernehmen die Einsatzkräfte aus Schortens auch den Hausnotrufdienst für die ambulante Krankenpflege für die Bereiche der Städte Schortens und Jever. Tag und Nacht ist somit gewährleistet, das sich pflegebedürftige Bürger sicher sein können, schnelle und professionelle Hilfe des DRK zu erhalten.

Nach beruflichen Veränderungen, sahen sich Jens-Peter Lindner und Fabian Hartig Anfang des Jahres 2008 nicht mehr in der Lage, die Bereitschaft weiterhin zu leiten. Die daraus resultierenden Neuwahlen ergaben nun folgende aktuelle Leitungskräfte. Helmut Lübben leitet die Bereitschaft, mit Bernd Freese als 1. und Florian Janßen als 2. stellv. Bereitschaftsleiter stehen ihm erfahrene Einsatzkräfte zur Seite.

Bemerkenswert ist weiterhin die Steigerung der Einsatzzahlen. Mit Abschluss des Jahres 2008 konnten 163 geleistete Dienste verzeichnet werden, welche sich über die gesamte Palette der DRK Arbeit erstrecken. Somit war die DRK Bereitschaft Schortens an fast jedem zweiten Tag ehrenamtlich im Einsatz. Eine sicherlich mehr als stolze Bilanz.

Mit Beginn des Jahres 2009 wurde die persönliche Schutzausrüstung der Helfer ergänzt und komplettiert. Nach wie vor stehen in Schortens zwei Rettungswagen ( RTW ), ein Rüstwagen ( RW ), sowie ein Mannschaftstransportwagen ( MTW ) und ein Lastanhänger zur Erledigung der Aufgaben bereit. Schon jetzt zeichnet sich ab, das auch das kommende Jahr 2009 als ein sehr arbeitsintensives Jahr in die Schortenser DRK Chronik eingehen wird.
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